GEG – Energieeinsparverordnung

Das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) löst drei ältere Richtlinien zur Energieeffizienz in Gebäuden ab und fasst sie zu einem Gesamtwerk zusammen. Unter anderem ist das GEG der Nachfolger der Energieeinsparverordung (EnEV). Es ist zum 1. November 2020 in Kraft getreten und seitdem gültig.

Das GEG regelt alle Anforderungen an die energetische Qualität von Gebäuden, den Einsatz erneuerbarer Energien in Alt- und Neubau sowie die Randbedingungen von Energieausweisen.
Diese Neuregelung tritt nach einer Übergangsfrist zum 1. Mai 2021, voll in Kraft.
Da weitere Steigerungen der Bau- und Wohnkosten vermieden werden sollen, wird das aktuelle energetische Anforderungsniveau für Neubauten und Sanierung nicht verschärft.

Im Bereich der Gebäudehülle, also der Dämmung, bleiben die wesentlichen Aspekte gleich. So bleiben beispielsweise die U-Werte, die Eigenheimbesitzer einhalten müssen, wenn sie ihren Altbau sanieren, unverändert.

Der Wärmedurchgangskoeffizient – U-Wert – gibt den Wärmestrom durch ein Bauteil - abhängig vom Temperaturgefälle - zwischen warmer und kalter Seite an. So lassen sich am U-Wert auch die Dämmeigenschaften eines Bauteils ablesen. Einfach erklärt: Je höher der U-Wert, umso schlechter ist die Dämmwirkung, je niedriger der U-Wert, umso besser die Dämmwirkung.

Die wichtigsten U-Werte in der Übersicht:

Bauteil Alt ( EnEV) Neu (GEG)
Außenwände, Dachflächen, oberste Geschossdecke max. 0,24 W/(m²k) max. 0,24 W/(m²k)
Fenster (Standard) max. 1,3 W/(m²k) max. 1,3 W/(m²k)
Dachflächenfenster max. 1,4 W/(m²k) max. 1,4 W/(m²k)
Kellerwände max. 0,3 W/(m²k) max. 0,3 W/(m²k)
Quelle: EnEV 2014 Anlage 3 zu den §§ 8 und 9; GEG Anlage 7 zu § 48

Zusammenfassend sind keine wesentlichen Veränderungen bei den geforderten Dämmwerten z. B. für Außenwände, Fenster, Dach und auch im Bereich Heizung zu finden.

Der Vorteil des neuen GEG ist, dass die unterschiedlichen Gesetzestexte der einzelnen Verordnungen nicht mehr auf deren Abhängigkeit voneinander besonders geprüft werden müssen, da alles im GEG zusammengefasst wurde. Auch gewinnt gebäudenah erzeugter Strom an Bedeutung, weil er für die Deckung des Anteils erneuerbarer Energien herangezogen werden kann.

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